Hallo allerseits, mich gibts noch, überrascht? Tut mir leid dass ich so lange nichts mehr gepostet hab, aber Japan ist nunmal spannend ![]()

Wie ihr unschwer am Titel und am Bild erkennen könnt, habe ich Mitte März den Hafen von Yokohama besucht.
Über diesen gibt es nicht viel zu sagen, ausser halt… naja, ein Hafen halt.

Als wir dort waren, wurde gerade eine Dartmeisterschaft in einem Fährterminal (oben, auf dem Fährterminal, ohne Darts) abgehalten, aber da ich ja in Japan bin, habe ich noch etwas bekloppteres gefunden (auch wenn ich nicht drin war), das Anpanman-Museum, das einem japanischen Superhelden gewidmet ist. Übersetzt bedeutet der Name etwa Brötchenmann. Merkwürdigerweise schafft es Captain Backware seit 1988 eine der beliebtesten Figuren der japanischen Fernsehwelt zu sein.
Ihr fragt euch jetzt sicher, wo die ganze Zeit die versprochene Uhr bleibt, da mir meine Deutschlehrerin allerdings mal was über Spannungskurven erzählt hat, kommt die erst jetzt:

Ja, bei Tag ist es nur eine gewöhnliche Digitaluhr, aber bei Nacht (hier bitte dramatischen Trommelwirbel vorstellen…. na gut, dann nicht)

wird das ganze Riesenrad zu einer beleuchteten Uhr, die weissen Neonröhren zeigen die Sekunden an. Wie? findet ihr langweilig? Na gut, das Ding kann auch prima die Einwirkungen von Narkotika simulieren, indem es ein Hin und Her aus Farben anzeigt, das sich auch noch dreht, aber das passt schlecht auf ein Foto.
Freut euch stattdessen lieber auf die Fotos im nächsten Bericht, die sind nämlich vom Hanami, der Blütezeit der japanischen Kirschbäume.
Moritz
Yokohama und die grösste Uhr der Welt
eingetragen am 8. April 2009 von moritz
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“Murphys Raw”, oder: “Ausgerechnet Bürokraten”
eingetragen am 28. Januar 2009 von moritz
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So, nun bin ich endlich durch mit der Registrierung meiner Wenigkeit als Bewohner einer japanischen Behausung. Der Weg dahin war höflich gesagt interessant, denn so gut wie Japan organisiert ist, in Transport, Arbeits- und Bankwesen, so sehr erinnern die hiesigen Beamtenzuchtanstalten an die beliebten Vorurteile (nicht über Japaner, sondern über Beamte ^^)
Meine erste Begegnung mit den hiesigen Exemplaren hatte ich letzte Woche, als ich einer Karte nach Shinagawa folgte, in das Tokyoer Immigration Bureau, um dort meine Alien Registration abzuschliessen. Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt, wurde dort gesagt, dass man dort nicht dafuer zuständig sei und ich doch bitte das Büro für meine Präfektur aufsuchen sollte. Soweit, so nachvollziehbar, kein Problem, vor allem da die Fahrt mir eine Gelegenheit beschert hat, die berühmte Yamanote-Linie zum ersten Mal zu benutzen.
Schneller Vorlauf zum Dienstag den 27ten, 9 Uhr morgens.
Ich komme an der Station Chibaminato an, zehn Minuten Fußweg vom Immigration Bureau entfernt, und werde gleich positiv von dem netten Park überrascht durch den mich der kleine Spaziergang führt. Endlich angekommen stelle ich fest, dass ich mir das Wartezimmer mit “gerade Mal” siebzig Leuten teile, meine Wahrnehmung war zu dem Zeitpunkt noch positiv vom Park beeinflusst
Als ich zum Schalter gehe um den Beamten zu fragen, ob ich hier richtig bin für die Alien Registration, werde ich höflich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass man auch für eine Frage eine Nummer ziehen soll. Naja, macht ja Sinn, wenn einer was fragt und die anderen das sehen, will sonst jeder was fragen…
Nach gerade Mal 5 Stunden Wartezeit bin ich auch schon dran. Der nette Schalterbeamte, den ich vorher bereits gefragt habe, teilt mir mit, das in der Präfektur Chiba, nicht das Immigration Bureau dafür zuständig sei, sondern jeder Bezirk ein eigenes Einwohnermeldeamt im Rathaus hat. Auf seine Frage, warum ich ihn nicht schon vorher danach gefragt habe, bin ich versucht ihn zu bitten erst eine Karte zu ziehen, bevor er mich einfach so etwas fragt, kann es mir aber grade noch verkneifen.
Das Rathaus des Bezirks Matsudo ist - natürlich - vorbildlich geführt und ich muss trotz grossen Andrangs nicht einmal Schlange stehen. Innerhalb einer halben Stunde bin ich wieder draussen, habe einen Abholbescheid für heute in drei Wochen in der Tasche und mache mich auf den Weg in die Sprachschule um dort noch die letzten 10 Minuten des Unterrichts mitzubekommen.
Als kleiner Lichtblick gilt, dass das Schulpersonal Verständnis gezeigt hat und den Strich von der “Dreimal Fehlen, dann Rauswurf” Liste wieder entfernt hat *Uff*
Wäre unschön gewesen, sich mit einer Adresse anzumelden, die bereits am nächsten Tag ungültig wird
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Erster Ausflug nach Shinjuku (mit Kamera)
eingetragen am 25. Januar 2009 von moritz
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Hi, die Gelegenheit zu schreiben ist gerade mal wieder gut, da ich diesmal nicht nur durch Japan spaziert bin, sondern vorher sogar dran gedacht hab meine Kamera aufzuladen ![]()
Zuerst bin ich ein wenig durch die Strassenschluchten geschlendert, danach hab ich mich aufgemacht, einen “kleinen” Rundblick von der Observationsplattform im 45ten Stock des Tokyo Metropolitan Government Building zu erhaschen.
Dabei hatte ich sogar richtig Glück, der Tag war klar genug um bis zum Fuji-san zu schauen und wenn man das Ding einmal Live gesehen hat, kann man auch nachvollziehen, warum viele Japaner diesen Vulkan als “heiligen Berg” ansehen.
Ich hoffe man kann auf den Fotos ein wenig davon erkennen, aber meine Kamera mag es nicht sonderlich durch Glas zu fotografieren… Naja, wird schon schiefgehen
Falls ich die Bilder nicht richtig eingebaut kriege, einfach links auf Mediathek klicken.
Moritz
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Erste Eindrücke (vor allem vom Rucksackriemen)
eingetragen am 14. Januar 2009 von moritz
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Hallihallo liebe Leser,
jetzt bin ich endlich in Japan und kann mich ausnahmsweise noch nicht über die Japaner beklagen. Mit den Zügen vom Flughafen hat alles prima geklappt, die Leute mit denen ich mich “unterhalten” habe waren alle freundlich und hilfsbereit. Der Spassvogel, der mir aus der deutschen Vermittlungsagentur eine Karte ohne Querstrassen gegeben hat…
Naja, ich weiss jetzt jedenfalls, das eine lange Strasse mit 40 Kilo Gepäck gleich doppelt so lang wirkt, vor allem, wenn man sie eigentlich nur halb herunterlaufen müsste
Entgegen der bisherigen Behauptungen hat das Wohnheim auch keinen Internetanschluss, also werden meine Beiträge eher sporadisch aus dem Internetcafe kommen müssen. Zumindest solange, bis hier einer merkt, dass ich den LAN-Stecker aus dem Computer gerupft habe um meinen Laptop anzuschliessen
Ups ich hör den Kontrolleur, bis zum nächsten Mal,
Euer Moritz
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